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Wissenschaftler entdecken Gehirnregion, die Spielsucht begünstigt

Monday, June 2nd, 2014 um 11:00 am

Lässt Ihre Anatomie es zu, dass Sie Ihr Geld verlieren? Es hat sich nun herausgestellt, dass dies wirklich so ist.

Neurowissenschaftler an der Universität Cambridge teilten mit, dass sie einen Bereich im Gehirn entdeckt haben, der Spielsucht “verursacht”. Die Studie, die als Teil einer Serie bahnbrechender neurowissenschaftlichen Studien gilt, kann der Schlüssel für die Lösung des Problems der Spielsucht sein und Ansätze für mögliche Therapien und vorbeugende Maßnahmen liefern.

Die Insula, ein Teil der Lappung der Großhirnrinde, wird während Wettsitzungen überaktiv und schränkt die Fähigkeit des Gehirns, potentielle Verluste einzuschätzen, ein. Die Forscher entdeckten diese Verbindung nach Beobachtung von Menschen mit verschiedenen Hirnverletzungen beim Spielen an Glücksspielautomaten und beim Online-Roulette.

Das Experiment wurde von Dr. Luke Clark von der Universität Cambridge durchgeführt. In der Kontrollgruppe befanden sich gesunde Menschen und Patienten mit Hirnschäden und fehlerhafter Insula. Die Ergebnisse zeigten, dass alle Spieler, mit Ausnahme solcher mit beschädigter Insula, nicht aufhören konnten zu spielen und einen verstärkten Anreiz zur Weiterführung des Spiels nach verlorenen Wetten empfanden.

„Anhand der Ergebnisse glauben wir, dass die Insula bei Problemspielern eine Hyperaktivität hervorrufen kann, die sie anfälliger für Denkfehler macht“, sagt Clark. Clark erörterte weiter das Problem „kognitiver Verzerrungen“, die Denkfehler bei Problemspielern insofern hervorrufen, als sie von der irrigen Annahme ausgehen, die Wette „nur knapp“ verloren zu haben und sich dadurch ermutigt fühlen, das Spiel in der Annahme fortzusetzen, dass sie dem Gewinn des Jackpots näher kommen. Er erläuterte, dass der „Spieler-Trugschluss“ – also die Annahme, dass die Münze „Zahl“ anzeigen müsse, weil beim vorhergehenden Wurf „Kopf“ erschien – das Wettverhalten des Spielers beeinflusst und sie darin bestärkt, unlogische Entscheidungen zu treffen.

„Neuroimaging-Studien können uns viel über die Reaktion des Gehirns auf komplexe Vorgänge mitteilen, aber nur durch die Beobachtung von Patienten mit Hirnschäden können wir feststellen, ob ein Teil des Gehirns tatsächlich benötigt wird, um eine bestimmte Aufgabe bewältigen zu können“, sagt Clark.

Clarks Studie belegt, dass Schädigungen an Gehirn und Insula Muster kognitiver Verzerrungen beeinflussen kann. Diese neue Information wird es Ärzten und Psychologen ermöglichen, Spielsucht besser zu verstehen und Fälle einer hyperaktiven, überstimulierten Insula zu behandeln.

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